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wissen Sie, gestern fragt mich mein freundlicher Kollege Fabian wartend vor einem Fahrstuhl: "Geht’s Dir gut?" Ich überlege. Fahrstuhl kommt an. Tür öffnet sich. Fabian sieht mich fragend an. Meine Überlegung gerät in Überlänge. Tür schließt sich. Fabian drückt den Taster, damit sie sich wieder öffnet. Ich antworte: "Gut, das Leben ist schön." Auf diese Weise habe ich nicht gelogen und den Moment außer Acht gelassen. "Das freut mich", sagt der freundliche Fabian. Die Tür schließt sich. Fabian rauscht runter ins Erdgeschoss.
Hier könnte meine Geschichte zu Ende sein. Ist sie aber nicht. Ich bleibe stehen. Urlaub ist vorbei. Wie ein Zug kam er angerauscht. Vorfreude. Wie ein Zug rauschte er vorbei. Schön war’s, aber Vergangenheit. Jetzt warte ich auf den nächsten Urlaub, wohl wissend, dass der Zug bis zum nächsten Ziel etliche Ecken erwischen wird, an denen es nicht rund läuft. Sisyphos lässt grüßen.
Ich stehe noch immer am Fahrstuhl. Aus dem vierten Stock geht es nur abwärts. Höher geht es nicht. Ich träume. Oben ist Wollen. Unten ist Müssen. Das sind andere Ebenen. Brächte ich zustande, das Wollen und das Müssen auf eine Ebene zu bringen, dann wäre das Wollen gleich dem Müssen. Der Berg wäre erklommen. Der Weg wäre das Ziel.
Heute bin ich bereits nah dran. Die Tür des Fahrstuhls öffnet sich. Die freundliche Kollegin Annika steigt aus. "Geht’s gut?", fragt sie. "Jupp", sage ich, ohne zu zögern. Heute schreibe ich Ihnen diesen Newsletter. Das will ich, und das muss ich. Ich bekomme sogar Geld dafür. Und wenn Sie können, was sie wollen, dann hätte ich drei Tipps für Sie. Müssen müssen Sie nicht.
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Umsonst und draußen: "So Sorry" |
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Es gibt Open-Air-Konzerte, für die Sie richtig tief in die Tasche greifen müssen. Und es gibt die Open-Space-Bühne auf dem Domshof in Bremen. Da zahlen Sie nix, in schönster hanseatischer Kulisse. Am 1. August ab 19 Uhr erleben Sie dort das aufstrebende Berliner Quartett "So Sorry", das improvisierend zeitgenössischen Jazz, Alternative Pop und R&B verbindet. Die Band existiert erst seit drei Jahren. Sie hat aber bereits diverse Preise abgeräumt. Da gibt es nichts zu entschuldigen, "So Sorry". |
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"Magnus Knut Hansen – Ein Mann. Ein Mythos. Ein Moin." |
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"Magnus Knut Hansen" ist ein echter Spaß auf 348 Seiten, ein norddeutscher Fantasy-Roman. Und darum geht es: Magnus Knut Hansen will eigentlich nur seine Ruhe, weil ihm aber zwei dubiose Gestalten sein Schaf Dörte klauen, gerät er in einen Strudel aus Abenteuern und Romanzen. Mit einem Aal erschlägt er einen Drachen. Das ist nur eine seiner guten Taten. Dieses Buch zu lesen, ist lustig. Wenn es aber der Autor selbst liest, wird es noch unterhaltsamer. Erleben Sie den jungen Mikkel Robrahn mit seinem "Magnus Knut Hansen" am 12. August 19 Uhr in der Zentralbibliothek in Bremerhaven. |
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Redaktionsführung hinter die Kulissen von Bremen Zwei |
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 | Radio Bremen | Patrick Schulze |
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Ich denke, nichts ist wichtiger, als miteinander zu reden. Darum möchten wir von Ihnen hören, was Sie von uns erwarten. Und Sie hören von uns, was wir für Sie wollen und können. Darum laden wir Sie zu einer Redaktionsführung am 12. August um 16:30 Uhr ein. Werfen Sie einen Blick ins Radio-Bremen-Funkhaus bei einer Bremen-Zwei-Nachmittagssendung, und schnacken Sie mit unserem Team. Melden Sie sich einfach bis zum 6. August auf bremenzwei.de an, um dabei zu sein. Und vielleicht laufen wir uns dann auch über den Weg. Ich würde mich freuen. |
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Ich stehe jetzt übrigens nicht mehr am Fahrstuhl. Das war gestern. Den freundlichen Fabian und die freundliche Annika hatte ich natürlich ebenso nach ihrem Befinden befragt, wie sie mich. Das möchte ich klarstellen. Das musste ich tun, weil ich es wollte. Ich wollte es. Ich musste es nicht. Aber weil ich es wollte, musste ich. Da ist die Schnittmenge, die Mengenlehre, also Mathematik. So wird es klar. Und dann geht es weiter. Zum Wollen und Müssen muss sich ferner das Können addieren, damit sich die Zusammenkunft vom Wollen und Müssen nicht nur auf den Moment am Fahrstuhl mit Fabian und Annika beschränkt, sondern auf einen Zeitraum einer persönlichen Entwicklung. Will sagen: Ich muss auf der einen Seite weniger wollen, um auf der anderen Seite mehr zu können, weil ich dort, wo ich weniger will auch weniger muss. Dann müsste ich dort, wo ich mehr will, mehr können, was ich will. Das muss man wissen, und dann muss es weitergehen, wenn man will, dass man können kann. Sicher, das braucht Mut. Und die Angst darf einen nicht auffressen, weil man da weniger haben kann, wo man weniger müssen will, um dort mehr wollen zu können. Aber so könnte es funktionieren. Ich glaube, dann wäre die Phase zwischen dem einen und dem nächsten Urlaub eine wunderbare Zeit der Eintracht zwischen dem Müssen und dem Wollen. Jetzt müsste ich es nur noch tun, wenn eben nur alles nicht doch Nonsens wäre.
Passen Sie auf sich auf!
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 | |  | Jens Schellhass Bremen-Zwei-Autor | | taucht am liebsten in Lebensgeschichten und Schicksale ein, abseits von Prominenz und Aktualität. Er läuft mit offenen Ohren und Augen durch Bremen und hat ein Gespür für die feinen Dinge, die das Leben reicher machen. |
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 | Konzert: Nouvelle Vague5. August um 20 Uhr Seebühne, Bremen |  | Ausstellung: Mehr Frauen!Bis 8. November in der Kunsthalle, Bremen |  | Musikfest Bremen 2026Vom 15. August bis 4. September an diversen Orten, Bremen |
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