Der Bremen-Zwei-Newsletter – Öffnen lohnt sich
͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌  ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌  ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌  ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌  ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌  ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌  ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌  ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌  ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌  ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ 
Bremen Zwei Newsletter

Moin {NAME},

nichts, und das stelle ich immer wieder fest, ist mächtiger als die Nostalgie. Sie sollte neben Elektromagnetismus und Schwerkraft zu den Naturkräften gezählt werden. Und zwar nicht nur die Nostalgie für die eigene Vergangenheit, sondern auch – oder gar, vor allem – die Wehmut gegenüber vergangenen Zeiten, die man selbst gar nicht erlebt hat! Heimweh (denn das ist die Übersetzung des griechischen nóstos-álgos) für unbekannte Welten, geschluckt von der Zeit. Das wurde mir diese Woche wieder bewusst. Nicht nur, weil ich tagelang Nintendos "The Legend of Zelda" gespielt habe (das im prähistorischen Jahr 1986, und somit kurz vor meiner Geburt erschien), sondern vor allem, weil ich für meine Kulturtipps auf diese herrliche Sammlung alter Fernsehbeiträge in der ARD Mediathek gestoßen bin.

Besonders schön natürlich: "RB Retro" unter "Angebote aller Sender". Da hört man bei "Hier Radio Bremen (1954)" beispielsweise einen Hans Paetsch, der darauf hinweist:
Zitat
Der Papierkrieg im Rundfunk muss elastisch geführt werden!
Wie gerne würde ich durch die Zeit greifen, und ihm unseren doch durchaus elastischen Newsletter zeigen. Und während Orchester und Schwarz-Weiß-Bild vor sich hin knistern, brodelt in mir wieder dieses Gefühl hoch, dass früher™ alles besser™ war. Was natürlich nicht stimmt, erinnern wir uns doch allzu selektiv. Widmen wir uns also der Gegenwart! 

Radio machen im Jahr 2023: Besuchen Sie uns in der Bremen-Zwei-Redaktion

Zwei Frauen sitzen in einem Sendestudio.
Foto: Radio Bremen
Oder gar der unmittelbaren Zukunft. Mein Hinweis auf "Hier Radio Bremen" hatte natürlich System, denn wir laden ein: zur Redaktionsführung hier bei Bremen Zwei. Wer mal rausfinden will, wie so ein Radioprogramm heutzutage zu Stande kommt, wer hier wo sitzt, steht, geht, oder ins Mikrofon flüstert, oder was es mit der Bremen-Zwei-Tippredaktions-Keks-Proviant-Schublade auf sich hat – diejenigen dürfen auf bremenzwei.de ihren Namen in den Hut werfen, denn die Plätze sind begrenzt und werden verlost. Der Austausch mit Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer und Leserinnen und Leser, ist uns heute genauso wichtig wie vor 70 Jahren. Die Führung ist am 20. April um 16:30 Uhr.
Mehr dazu

Erzählen ohne zu sprechen, 1972-2023: das Figurentheater "Mummenschanz"

Zwei in schwarz gekleidete Menschen auf einer dunklen Bühne.
Foto: Bild: MUMMENSCHANZ Stiftung | Noe Flum
Mummenschanz feiern ihren 50. Geburtstag mit einer besonders nostalgischen Show ihrer besten Geschichten. Was, von Mummenschanz haben Sie noch nie gehört? Das ist gar nicht so verwunderlich, denn die Schweizer Performance- und Puppenkünstler, die vom Broadway aus die Welt erobert haben, spielen in der Stille. Ohne gesprochene Sprache, nur mit Körpern, Gesten, Requisiten, und vor allem: Masken. Im Wind wehende Gesichter aus bunten Tüten, die sich nasenreibend näherkommen; aus Gardinentüll geformte, übergroße, weiße Seepferdchen; riesige Hände, die über das Publikum streicheln; eine gigantische Raupe, die versucht, an ein Blatt zu gelangen, scheitert, und sich lautlos quält. Es braucht viel Fantasie, sich diese Show vorzustellen. Deswegen stimmt es auch nicht ganz, zu sagen, sie findet in der Stille statt. Denn das Publikum füllt sie mit Staunen, Lachen, Überraschung und Applaus. Das Figurentheater Mummenschanz geht in die 50. Saison, und diesen Frühling gibt es noch einmal die Gelegenheit, dabei zu sein. Auf keinen Fall verpassen – am 14. und 15. April im Metropol-Theater in Bremen.
Mehr dazu

Revolution durch Musik und Poesie, 1983: Gil Scott-Heron in der Bremer Schauburg

Ein schwarz-zwei-Bild des Musikers Gil Scott-Heron.
Foto: Imago | Brigani-Art
Da saß ich diese Woche schon glücklich in meinem Nostalgie-Planschbecken und bekomme plötzlich einen Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1983 auf den Schreibtisch. Der Dichter, Musiker und Spoken-Word-Artist Gil Scott-Heron gab vor 40 Jahren in der Bremer Schauburg ein Konzert, das ein Fest gewesen sein muss. Ein politischer und aktivistischer Musiker, der die Energie der Bürgerrechtsbewegung und des Freiheitskampfes der afro-amerikanischen Bevölkerung in den USA nach Norddeutschland brachte. Aber nicht, wie ich zuerst dachte, ein ganz ernstes Konzert voller ganz ernster Ermahnungen. Nein, eine humorvolle, traurige und aufregende Bühnenshow mit Geschichten und Musik, vorgetragen von einem Mann mit unschlagbarem Charme. Gil Scott-Heron, bekannt durch "the revolution will not be televised" oder "whitey on the moon", konnte sein Publikum völlig in seinen Bann ziehen. Unsere Reihe "Sounds in concert" lohnt sich immer, aber diesmal besonders: der Mittschnitt eines phänomenalen Konzerts vom 10. April 1983 aus der Schauburg. Vielleicht ist ja unter Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, jemand dort gewesen? Dann bitte ich doch sehr um einen Bericht! Zu hören am Samstag, den 8. April um 22 Uhr auf Bremen Zwei.
Mehr dazu
Zum Abschluss noch eine kuriose Beobachtung zur Nostalgie. Besonders nostalgisch bin ich für den optimistischen Futurismus der 50er und 60er Jahre. Also eine Wehmut für eine längst vergangene Zeit, in der man sich auf die Zukunft freute. Das ist uns ja völlig abhandengekommen. Wie sagte es der Dichter?
Zitat
Well, I grew up on the blues, man!
Ich bin eben mit dem Blues aufgewachsen!
(Gil Scott-Heron)
Moment, ich wollte mich doch der Gegenwart widmen. Aber Wehmut ist ja letztendlich auch ein schönes Gefühl.

Bis zum nächsten Mal.
Florian Bänsch
Bremen-Zwei-Autor
taucht stundenlang ab: in Bücher und Filme, in Wissenschaft und Entertainment, in Kassetten-Kisten, in Datenbanken. Da wühlt er dann. Nach überraschenden Geschichten, Kuriositäten, verlorenen Schätzen und neuen Blicken auf den Alltag.

Event-Tipps

Tori Amos

9. April um 20 Uhr im Metropol Theater, Bremen

Ann Vriend

12. April um 20 Uhr Im Kito, Bremen-Vegesack

Niels Frevert

19. April um 20 Uhr im Lagerhaus, Bremen
Mehr Events
Zur Bremen Zwei Facebook-Seite Zum Bremen zwei Instagram-Kanal
Bremen Zwei
Datenschutz Impressum Newsletter abbestellen