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Todgeglaubte leben länger – heißt es. Obwohl der, um den es jetzt geht, schon lange verstorben ist: Rainer Maria Rilke. Gerade in der letzten Zeit wird er gerne und oft zitiert. Er inspiriert junge Menschen, Influencer und Influencerinnen und große Popstars. Lady Gaga trägt angeblich ein Zitat von Rilke als Tattoo an ihrem Oberarm. Das alles war kaum zu erwarten, als Rainer Maria Rilke vor genau 150 Jahren am 4. Dezember 1875 in Prag geboren wurde. Es gibt Dichter, die man liest, um sich verstanden zu fühlen, und es gibt Rainer Maria Rilke. Er tröstet nicht, er legt einem vielmehr die Hand auf die Schulter, schaut in die Ferne und sagt: "Ja, das ist schwer. Bleib dabei." Er ist der Schutzpatron aller Menschen, die zu sensibel für Smalltalk sind, aber zu höflich für Eskapismus. Er ist der Mann, der auf jede existenzielle Frage mit einer noch größeren existenziellen Frage antwortet. Und scheinbar trifft er damit den Nerv der Zeit. Wer Rilke liest, der lernt schnell, dass das Leben keine Gebrauchsanweisung bietet, sondern höchstens einen sehr langen, sehr schönen Warnhinweis. |
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Paula Modersohn-Becker: Ausstellungen zum 150. Geburtstag |
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 | Foto: Worpsweder Museumsverbund/Paula Modersohn-Becker-Stiftung Bremen |
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Den Dichter Rainer Maria Rilke und die Malerin Paula Modersohn-Becker verband eine enge Freundschaft, wenn auch nicht immer frei von Spannungen. Was die beiden verletzlichen und seelenverwandten Menschen ganz sicher verband, war die Suche nach einem eigenen künstlerischen Standpunkt. Rilkes berühmtestes Zitat ist wahrscheinlich: "Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest." Und genauso hat die junge Malerin Paula Modersohn-Becker das Leben verstanden und gelebt, wie ein kurzes, aber intensives Fest. Sie wäre am 8. Februar 150 Jahre alt geworden. Bremen und Worpswede waren zwei entscheidende Orte auf ihrer Lebensreise. In Bremen ist sie geboren, in der Künstlerkolonie in Worpswede fand sie zu ihrer Kunst. Das Paula Modersohn-Becker-Museum, das heute die weltweit größte Werksammlung besitzt, feiert den Geburtstag mit einer großen Sonderausstellung unter dem Titel "Becoming Paula". Und im Künstlerdorf Worpswede, dem zentralen Lebensort, zeigen gleich mehrere Museen Werke von ihr in der Gemeinschaftsausstellung "Impuls Paula". |
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Hotel Rimini – Radiokonzert & Verlosung |
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Bei dieser Band könnte ich mir gut vorstellen, dass sie sich auch von Rilke-Gedichten inspirieren lassen. Das Sextett "Hotel Rimini" hat sich vor ein paar Jahren in Leipzig gegründet. Sechs Musiker und Musikerinnen aus unterschiedlichen Bereichen: Einer kommt aus dem Indie-Rock, andere aus dem Jazz, manche sind auch Theatermusiker. Der Sänger arbeitet sonst als Schauspieler. Das Besondere bei der Gruppe: Einflüsse von klassischer Musik sind fast wichtiger als ein Gitarrenband-Sound. Jeder kommt mit seinem Erfahrungsschatz. Das Songwriting ist klassisch-konventionell, es erinnert zum Beispiel an Element of Crime oder die Beatles. Vor allem die Streicher verleihen der Musik eine warme, nostalgische Note. Wir verlosen Karten für das exklusive Radiokonzert von Hotel Rimini im Sendesaal Bremen am 26. Februar, um 19 Uhr im Sendesaal Bremen. |
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Pre:minale zum Valentinstag |
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 | Foto: Kulturzentrum Schlachthof e.V. |
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Im Augenblick sind wir noch gefangen im tiefsten Winter. Da fällt es vielleicht schon etwas schwerer, sich ein Sommer-Sonnen-Festival an der Weser vorzustellen. Aber der Sommer kommt, und damit auch die Festivals. Da bin ich sicher! Um einen kleinen Vorgeschmack auf diese Zeit zu liefern, wird der Schlachthof in Bremen am 14. Februar zum Festivalgelände. Ein Tag Breminale mitten im Winter mit allem, was dazu gehört: Konzerte, Party und Showeinlagen. Und weil es eben auch der Valentinstag ist, sollten Sie sich den Termin erst recht merken, wenn Sie von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt sind. Das Datum ist Programm: Herzklopfen, Schmetterlinge im Bauch und mit der Lizenz zum Verlieben! Romantische Momente und Herzklopfen, all das ist möglich. Oder einfach nur die Liebe zur Musik. Nach der Breminale ist vor der Breminale und vor der Breminale ist PRE:MINALE! Am 14. Februar ab 17:30 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof in Bremen. |
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Die Gedichte von Rilke handeln von Engeln, Rosen, Tod und Verwandlung – also von allem, was man nicht googeln kann. Und vielleicht liegt genau darin die unheimliche Aktualität. In einer Zeit, in der jedes Gefühl sofort erklärt, optimiert und vor allem veröffentlicht werden muss, besteht Rilke darauf, dass manche Dinge erst einmal reifen müssen. Auch das sei erlaubt. Privat soll er übrigens nicht halb so erhaben gewesen sein, wie sein Werk vermuten lässt. Er war empfindlich, rastlos, konfliktscheu und sehr gut darin, sich von starken Frauen durchs Leben tragen zu lassen – emotional wie finanziell. Ein moderner Mensch, könnte man sagen, nur ohne WLAN. |
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 Wir sind die Bienen des Unsichtbaren. Wir sammeln das Gold der Erde ein und tragen es hinan in das unsichtbare Haus. (Rainer Maria Rilke aus "Briefe über Kunst") |
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In diesem Sinne, ich hoffe, ich konnte Sie etwas inspirieren! |
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 | |  | Hilke Theessen Bremen-Zwei-Autorin | | kann Hochdeutsch und Platt. Sie kennt ihr Revier – den Nordwesten – und die Menschen dort wie ihre Westentasche. Wenn sie nicht gerade ostfriesische Neujahrswaffeln backt, hört man sie im Radio oder trifft sie im Theater und auf Konzerten. |
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 | Live-Gast: Lilo Wanders14. Februar um 11 Uhr im Café Noon, Theater Bremen |  | Konzert: Emma Rawicz und Gwilym Simcock14. Februar um 19:30 Uhr im Sendesaal, Bremen |  | Konzert: Butter Funk Family 23. Februar um 20 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof, Bremen |
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